{Rezension} Die Isartürkin

Juli 16, 2019 0 Von Annaika

(Ich bedanke mich beim Bloggerportal, beim Diana Verlag und bei der Verlagsgruppe Random House für das kostenlose Rezensionsexemplar!)

Titel: Die Isartürking (Deniz Aykanat)

Format: Paperback

Erscheinung: 2019

Preis: 16€

Quelle: www.randomhouse.de

Inhalt:

Die Münchner Journalistin Deniz Aykanat ist Tochter eines Türken und einer Deutschen. Sie betrachtet sich selbst als das Beste aus beiden Welten – eine Isartürkin eben. Doch irgendetwas läuft in ihren Augen gewaltig schief in der Beziehung zwischen diesen beiden Kulturen. Mangelt es an Verständnis und Neugier, oder stehen uns allen die Vorurteile einfach viel zu sehr im Weg? Von ihrem Leben als Isartürkin zwischen Baklava und Butterbrezn erzählt die Autorin in ihrem Debüt, das auf der gleichnamigen SZ-Kolumne basiert.

Meinung:

Wenn die Vorfahren aus verschiedenen Ländern stammen und die Kindheit in den jeweiligen Ländern stattfindet, zu welchem gehört man? Für Deniz Aykanat ist es eindeutig: In beide Länder! Und das zeigt sie mit ihrer Kolumnenreihe und ihrem Buch. Beide Länder und Kulturen haben ihre positiven und negativen Seiten. Deutlich wird, dass wir alle Menschen sind und als diese respektiert werden sollten, was leider nicht immer der Fall – auch nicht in der eigenen Verwandtschaft.

Die sprachliche Ebene ist locker leicht, wodurch der Humor und Witz im Leben ihrer Familie verdeutlicht wird. Dennoch zeigt er auch ihre Zugehörigkeit zum Journalismus. Diese Zugehörigkeit bzw. der Grundgedanke einer Kolumne spiegelt sich auch im Aufbau wieder. Jedes Kapitel für sich kann einzeln betrachet werden, bestimmte Merkmale und Situationen werden immer wieder kurz erwähnt a’la „wissen Sie noch?“ bzw. „erinnern Sie sich?“ wie zum Beispiel, dass der Vater zwar fließend und relativ akzentfrei hochdeutsch spricht, aber alles „verdingstet“ oder die Erinnerung an die strengkatholische Familie mütterlicherseits, die ist schlimmer fand, dass ein Protestant in die Familie geheiratet hat als ein Muslim.

Fazit:

Für mich ist das ein Buch für zwischendurch, für den Sommer und den Urlaub – zu der Zeit, wo man was leichtes braucht. Gelacht habe ich viel, aber auch nachgedacht. Denn einige Geschichten und Vorkomnisse sind so absurd lustig, aber leider Wirklichkeit, wodurch es eher traurig wird, wie grausam unsere Welt manchmal ist. Der Vermerk auf die immergleichen Situationen/Merkmale war mir jedoch zu oft, was den Gesamteindruck schmälert.

Jedoch empfehle ich jedem einen Blick auf ihre Kolumnenreihe!

***,5 von 5 Stern’chen.