{Rezension} Sturmhöhe

Februar 28, 2018 0 Von Annaika

 

Titel: Sturmhöhe – Emily Bronte
Format: Taschenbuch
Verlag: BTB
Erscheinung: 1996
Quelle: www.amazon.de
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 Inhalt
Wuthering Heights heißt der Gutshof, der vom Sturm umtobt und vom Moor umgeben auf einer Anhöhe in der englischen Grafschaft Yorkshire liegt.
So stürmisch und düster wie die Natur dieser Gegend ist auch die Geschichte, die sich daran entspinnt, daß Earnshaw, der Besitzer des Gutes, von einer Reise nach Liverpool das Findelkind Heathcliff mit in die Familie bringt. Obwohl Catherine, Earnshaws Tochter, ihren Adoptivbruder liebt, weist sie ihn nach dem Tod ihres Vaters harsch zurück und löst damit eine Familien- und Liebesgeschichte aus, die noch Generationen später die Bewohner des nahegelegenen Ortes Gimmerton erschauern läßt.

Meinung
Nach den Twilight-Bücher kam ein regelhafter Lesehype um Sturmhöhe auf. Von vielen Seiten hatte ich gehört, dass sie es nicht mögen. Der Hype und die negativen Meinungen sorgten dafür, dass das Buch ewig bei mir rumlag, aber durch eine Leserunde mit ein paar lieben Mädels, habe ich es jetzt endlich gelesen – GOTT SEI DANK!
Wie der Inhalt schon verrät geht es um das Findelkind Heathcliff, welcher von der Familie Earnshaws aufgenommen wird. Ihr Mutter und ihr Bruder waren nicht sehr begeistert von dem neuen Familienmitglied, aber Catherine freundet sich schnell mit ihm an. Heathcliff ist ein griesgrämiger Junge, der nach dem Tod von Mr. Earnshawn auch keine Bildung mehr erhält. Im Laufe der Zeit, werden die beiden Kinder zu jungen Erwachsenen und aus der Freundschaft entsteht Liebe. Jedoch entscheidet sich Catherine für einen Anderen und so bekommt die Geschichte ihre Tragik, in der es Heathcliff um Rache geht.
Die Stimmung erscheint im Buch recht düster. Erzählt wird die Geschichte von Ellen, einer Haushälterin, welche sie an Mr. Lockwook, der sich im Nebengrundstück eingemietet hat, erzählt. So ziemlich alle Charaktere gehören zu den Menschen, denen ich nicht gern begegnen würde. Sie sind unfreundlich und sehr hart. Scheinen dem anderen nichts gutes gönnen zu wollen. Aber genau diese Rohheit, diese Verbreitung von Hass ist es, was das Buch interessant macht. Dieser Hass wird durch mehrere Generationen getragen und immer weiter ausgetragen.
 
Fazit:
Das Buch ist düster und in vielen Hinsichten verstörend. Die Charaktere sind alles andere als sympathisch. Aber ich, als Leser, wurde dennoch gefesselt von der Geschichte. Es ist nicht die klassische Liebesgeschichte oder allgemein eine Liebesgeschichte. Es ist vielmehr eine Geschichte Liebe, aus der Hass und Rache entsteht. Am Ende habe ich mich gefragt, ob die Charaktere eingesehen haben, wo sie was falsch gemacht haben oder ob sie mit ihren Taten am Ende das Gefühl hatten glücklich zu sein. Für Klassikerfreunde oder auch für Freunde von düsteren Thrillern(? o.ä.) kann ich es sehr empfehlen. Man muss als Leser offen sein und „Spaß“ an etwas anderen Charakteren haben.