{Rezension} Lachen, Leiden, Lust am Leben

März 7, 2019 0 Von Annaika

Ich bedanke mich am Bloggerportal und am Gütersloher Verlagshaus für das Rezensionsexemplar!

Titel: Lachen, Leiden, Lust am Leben. Die befreiende Kraft der Religion (Willibert Pauels)

Erscheinung: 2018

Format: Hardcover

Preis: 20€

Quelle: www.randomhouse.deI

Inhalt:

Konfrontiert mit der These vieler Atheisten, als aufgeklärter Mensch sei es doch geisteskrank, noch an Gott zu glauben, fragt Willibert Pauels sich: »Bin ich bekloppt? Warum kann ich nicht aufhören, an Gott zu glauben?« Dieser Frage geht er in »Lachen, Leiden, Lust am Leben« nach. Im Vordergrund stehen dabei die ganz großen Fragen: Gibt es Gott? Wenn ja, warum lässt er das Leid in der Welt zu? Was ist mit dem Tod? Antworten auf diese Fragen nähert Pauels sich in gewohnt lockerem Ton. Es geht ihm weniger um Studien, Statistiken und stringente Argumentationen, sondern vielmehr um das, was ihn schon bewegt, seit er Kind ist: die Erfahrung der Sehnsucht nach Gott, die Erfahrung der Nähe Gottes und auch der Gottferne.

Meinung:

Ich fange mal damit an, wie ich zu diesem Buch kam. Es lag bei uns in der Buchhandlung einfach so rum und als ich das Cover erblickte, wurde ich neugierig. Der Titel und der Klappentext sorgte dann für den Rest. Einfach der Fakt, dass man sich heut zu tage als religiös-gläubiger Mensch ganz oft rechtfertigen muss. Wie kann man denn in einer modernen und von wissenschaftlichen Fakten geprägten Welt noch an jemanden wie Gott glauben? Ich frage dann gerne: Wieso denn nicht? Und dieses Buch bzw. der Autor erklärt seine Sicht auf dieses Thema auf, wie ich finde, verständliche Weise.

Dazu möchte ich euch ein bisschen etwas zu dem Aufbau des Buches erzählen. Der Autor hat fünnf Oberkapitel: „Vom Durst und der Quelle“, „Vom Leiden und Glauben, „Vom Lachen und Witze-Machen“, „Von Geschichen und Wahrheiten“ und „Vom Leben und Sterben“. In diesen Themenblöcken hat er dann noch Kapitel, die er den jeweiligen Themen zu geordnet hat. Ich erklare das deshalb, weil wir als Leser anhand der Kapitelüberschriften einen Überblick über die Themen bekommen. Willibert Paulus beschreibt am Anfang von seinem „Durst“ und wie sein Glaube/seine Religion die „Quelle“ ist. die seinen Durst stillt. Im zweiten Themenblock geht er dann mehr katholische Inhalte, wie u.a. die Dreifaltigkeit und Theodizee ein. In den ersten beiden Oberkapiteln zeigt er auf, wieso und wie er glaubt.

Darauf folgt dann ein Kapitel über sein/ das richtige Maß zwischen seinem Darsein als Karnevalist und Christ. Was ich an diesem Themenkapitel sehr gut fand, war seine Einstellung gegenüber politisch-inkorrekten Witzen. So sagt er, dass sobald eine Sturktur, wie Religion oder ein politisches System, eine bestimmte Art von Humor unterdrückt, handelt es sich um eine Art von Diktatur (Vgl., S.118). Vielmehr bescheibt er, dass vor allem Humor es schafft Dinge zu Normalisieren.

„Am besten und darüber hinaus am symphatischsten gelingt das, wenn es mich selbst betrifft (…) Das ist die eleganteste, souveränste und genialste Form, sich gegen Antisemitismus zu wehren: sich selbst zum >Opfer< von Witzen (…) zu machen.“

Pauels, Willibert: Lachen, Leiden, Lust am Leben. Die befreiende Kraft der Religion, München: Gütersloher Verlagsgruppe in der Verlagsgruppe Random House GmbH 2018, S.122

Im vierten Themenkapitel geht er auf die Aussagen in der Bibel ein. Das Schöne hier: Er erklärt dabei immer mal wieder eine Bibelgeschichten und das/sein Verständnis und die Symbolik dahinter; dass ein gläubiger Christ die Bibelgeschichten nicht als „so passiert“ betrachte, sondern als Lehrgeschichten. Sei es um das Verständnis um die Auslebung von Nächstenliebe, wie im Barmherzigen Samariter, oder aber um darum, dass Gott immer bei einem ist, einem nicht im Stich lässt, wie bei Jona und dem Wal. In den letzten Kapiteln erzählt er dann wieder mehr aus seinem Leben, Glauben und Karnevalist.

Bevor ich zu meinem Fazit kommt, möchte ich noch kurz auf die Schreibweise eingehen. Auch wenn der Leser viele mit vielen Informationen konfrontiert wird, ist es nicht schwierig diese Aufzunehmen. Willibert Pauels schreibt locker leicht. Oftmals bringt er Wize oder kurze Nebengeschichten ein, aber daran musste ich mich tatsächlich gewöhnen, weil sie manchmal random auftreten.

Fazit:

Kurz und knapp: Ein sehr gutes Buch! Es ist ein Plädoyer für Glaube, aber nicht a’la Missionierungsarbeit. Viel mehr als Liebeserklärung vom Autor an seinen Glauben. Ich hatte großen Spaß am Lesen, da Willibert Pauels eine lockere Schreibweise hat und ich ganz viel neues zum Thema Christentum, allgemein Religion und Geschichte. Aufgrund der oben beschriebenen eingeworfenen Witze und Kurzstorys, musste ich ein Stern’chen abziehen. Deshalb:

**** von 5 Stern’chen.