{Rezension} Ich bin der Zorn

März 8, 2018 0 Von Annaika

Titel: Ich bin der Zorn – Ethan Cross
Format: Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinung: 2016
Preis:  10,90€
Quelle: Amazon ; Bastei Lübbe

Achtung: SPOILERGEFEFAHR! Es handelt es um den 4. Band der Shepard Reihe.

Inhalt
In einer Strafanstalt in Arizona ereignet sich ein blutiger Amoklauf. Scheinbar wahllos erschießt ein Gefängniswärter mehrere Menschen. Zu seinem Motiv schweigt er. Das ruft Bundesermittler Marcus Williams auf den Plan. Rasch findet er heraus, dass der Wärter von einem psychopathischen Killer erpresst wurde, der sich selbst Judas nennt. Um die Identität des Judaskillers aufzudecken, tut Marcus sich erneut mit seinem Bruder Francis Ackerman junior zusammen, dem berüchtigtsten Serienkiller der Gegenwart:  Marcus ermittelt außerhalb der Gefängnismauern, Ackerman junior undercover unter den Häftlingen. Was beide nicht ahnen: Der Judaskiller verfolgt weitaus größere Ziele als nur ein paar Morde …

Meinung
Ethan Cross hat es mal wieder geschafft: Ein Buch voller Spannung und Wendungen, die man (oder zumindest ich) nicht hab kommen sehen. Vor allem die Bösen waren mal wieder total verkorkste Charaktere.
Zuerst zu dem Gefängnis:  In einem Gefängnisprojekt wird eine neue Überwachungstechnik ausprobiert. Die Gefangenen bekommen eine Art von Armband, die anhand einer neuen Technik erkennt, wann sie einen anderen angreifen wollen. Die Idee fand ich total spannend. Wie nicht anders zu erwarten, ist die Technik mit der Knackpunkt in der Story.
Seit Band 1 ist mein Favoritcharakter ja der liebe Francis Jr. Ja ja: Er ist der böse Serienkiller und nein, ich will ihn nicht verteidigen mit: Aber er hatte doch so eine schwere Kindehit (auch, wenn er sie wirklich hatte!). Er fasziniert mich einfach. Vor allem, hat man in diesem Band gemerkt, dass er trotz seiner „Instinkte“ auch ein gutes Herz hat. Für seinen Bruder Marcus würde er wahrscheinlich alles tun, was wahrscheinlich daran liegen mag, dass er sein einziger netter, noch lebender Verwandte ist.  Für Marcus versucht sind Ackermann Jr. zur ändern und vor allem zu helfen, auch wenn er teilweise mit sich selber ringen muss. Während er also versucht sich auf die gute Seite zu schlagen, wirkt es auf mich so, als ob sein Bruder immer weiter mit sich ringt, was gut und was böse ist. Was es für ihn erschwerlich macht ist dazu die Tatsache, dass er von heute auf morgen Vater geworden ist. Leider ist die Vater-Sohn-Beziehung etwas zu kurz gekommen, aber ich bin gespannt, wie es sich noch weiter entwickelt mit dem kleinen Dylan.
Einen Charakter, der mich irgendwann nochmal zur Weißglut bringen wird, ist Maggie. Sie macht mich einfach verrückt! Ich finde sie echt angstrengend, aber was ich schön fand ist, dass man mal was von ihrer Geschichte gehört. Sie nimmt sich seit Jahren den Entführer ihres kleinen Bruders an und versucht ihn zu finden. Einen Mann, der jedes Jahr am Tag der Entführung eines Kindes, den Eltern etwas von diesem Kind schickt. Die jeweiligen Familien schicken ihr das dann und sie versucht daraus neue Indizien zu sammeln …. Ich bin mal gespannt, wann und ob es mal zu diesem Mann kommt.

Fazit
Ich könnte jetzt noch mehr sagen, aber ich empfehle euch lieber es selber nachzulesen. Will ja nicht alles vor weg nehmen.
Auch den vierten Band der Shepard Reihe lässt sich wieder gut lesen: Hoch spannend und einfach interessante Charaktere und Charakterentwicklungen. Leider hat mir etwas der harte Thrill und somit die extrem „kranken“ Züge gefehlt, weshalb es einen kleinen Abzug gibt. Trotzdem überzeugt Ethan Cross mich mal wieder und ich empfehle die Reihe immer noch gerne weiter.

✫✫✫✫ Sterne von fünf.