{Rezension} Eine wie Alaska

Februar 11, 2019 0 Von Annaika


Titel: Eine wie Alaska (John Green)

Format: Taschenbuch

Erscheinung: 2009

Preis: 9,95€

Quelle: www.dtv.de



Inhalt:

Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?

Meinung:

Für mich ist es das vierte Buch von John Green, während es sein erstes Werk ist. Dementsprechend bin ich mit einer gewissen Erwartung an das Buch gegangen. Zum einen hatte ich natürlich die sprachlich-poetische Erwartung. John Green hat einfach eine einzigartige Erzählweise, die einen schnell in die Geschichte eintauchen und auch verschlingen lässt, und dennoch weisen die Charaktere und die Art der Rede eine Art von poetischem Klang und Intellekt auf, dass sie für mich zu den modernen Klassikern gehört. (Diese Erwartung wurde erfüllt.)

Miles ist dieser typischer Protagonist: Weder beliebt noch unbeliebt, kaum wahre Freunde, sein einziges Interesse besteht darin Biographien zu lesen. Auch wenn er nicht unglücklich ist, möchte er etwas in seinem Leben verändern und so beschließt er auf das Internat zu gehen, welches vor ihm sein Vater und dessen Vater schon besucht haben. Da trifft er auf seinen kleinen, rauchenden und ohne Punkt redenden Zimmergenosse Chip, welcher ihn gleich mit in seinen Alltag integriert. Zu dem Freundenkreis gehören auch Takumi, ein japanischer Austauschschüler, und Alaska, die wunderschön ist, aber depressive und manische Züge aufweist. So beginnt Miles Leben auf dem Internat. Sowohl die Story als auch die Personen waren für mich sehr gut nachzuvollziehen. Es geht im Endeffekt um die erste Liebe, Freundschaft und die Sinnkriese eines Jeden: Wo liegt mein Platz in der Welt? Was möchte ich erreichen? Wer bin ich eigentlich?

Fazit:

Für mich stellt Eine wie Alaska ein gelungenes Jugendbuch dar, welches mit John Greens typischer Erzählweise verzaubert und einer einfach gehaltender und doch tiefgehenden Geschichte. Um es mit Miles Wortes zu sagen:

Sie war mein großes Vielleicht gewesen – sie hatte mir bewiesen, dass es sich lohnte mein kleines Leben hinter mir zu lassen für ein größeres Vielleicht.“

Green, John: Eine wie Alaska, 14. Auflage, München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2009/ 2014, S.230.

Das Zitat beschreibt es am besten, was das Buch in mir hinterlassen hat.

***** von 5 Stern’chen.