Meine buchigen Jahreshighlights 2018

Dezember 31, 2018 0 Von Annaika

Hallo, ihr lieben Buchmenschen! In knapp 12 Stunden werden wir alle so langsam unsere Gläser mit Sekt, Orangensaft oder was-auch-immer füllen und den Countdown starten. 2019 steht vor der Tür. Ein neues Kapitel öffnet sich. Ein altes schließt. Aus diesem Grund habe ich auf meine gelesenen Bücher geschaut und möchte ich euch meine Top Bücher 2018 vorstellen.

Als ich meine gelesenen Bücher betrachtet habe, um meine Highlights rauszusuchen, bin ich an denen hängen geblieben, die mich nachhaltig berührt haben. Dabei habe ich mal wieder bemerkt, dass ich ein Kitsch-Mensch bin. Klar, auch ich lese mal gerne Nicholas Sparks und habe meine romantischen Phasen, aber was ein Buch für mich braucht ist etwas anderes. Etwas, was mein Gedanken zum Rasen, zum Nachdenken bringen, mein Interesse wecken und mich über das Ende hinweg beschäftigt. Dazu gehören die folgenden Bücher eindeutig. Dabei habe ich kein Ranking erstellen können, da alle auf ihre Weise einzigartig für mich sind. Deshalb gehe ich lieber nach der Reihenfolge, wie ich sie gelesen habe.

  1. Marie Benedict – Frau Einstein
  2. Emily Bronte – Sturmhöhe
  3. Lily Oliver – Träume, die ich uns stehle (nicht mit auf dem Bild)
  4. Anika Ackermann – Varia
  5. Rose Greatter – Mein beständig unbeständiges Glück (nicht mit auf dem Bild)
  6. Rainbow Rowell – Fangirl
  7. Franziska Seyboldt – Rattatam, mein Herz
  8. Patrick Süskind – Das Parfüm
  9. Daniel Böcking – Warum Glaube großartig ist
  10. Christopher W. Gortner – Die Herrin des Winterpalasts (nicht mit auf dem Bild)
  11.  Tom Fletcher – Der Weihnachtosaurus

Das sind also meine Top Eleven 2018! Hachja, herrlich. Ich könnte euch jetzt zu jedem Buch wahrscheinlich einen Roman schreiben, aber nein. Ich will ja, dass ihr hier alles lest, deshalb halte ich mich kurz. 😀 Einen Teil der Bücher habe ich rezensiert und ist auf meinem Blog für euch verfügbar.

Nummer 1 und 10 haben mich in so fern fasziniert, weil der jeweilige Autor historische Personen aufgegriffen und versucht hat, den Lebensweg aufzuzeichnen. „Versucht“ weil es keine Biographie sondern ein Roman ist. Sie haben also bekannte oder weniger bekannte, aber historisch belegte Fakten aufgegriffen, aber diese hier und da mit ihrer eigenen Interpretation wiedergegeben. Kreative Freiheit. Das sagen beide Autoren in ihrem Nachwort ausdrücklich. Durch diese beiden Romane, habe ich angefangen mich hinterher mit Mileva Marić (nach Heirat: Einstein) und Dagmar von Dänemark bzw. Maria Fjodorowna auseinander zu setzen. Zwei starke junge Frauen aus der Vergangenheit, die mich mit ihrem jeweiligen Leben beeindruckt haben.

Nummer 2 und 8 sind zwei Klassiker, die beide eine recht düstere Geschichte erzählen und mich komplett faziniert haben. Das Besondere an Süskind ist eindeutig der Erzählstil. Einfach einzigartig. So lebendig. Ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen. Also mein Tipp: Lest einfach mal rein. Was anderes kann ich dazu nicht sagen. Inhaltlich fand ich Das Parfüm einfach nur verstörend. Bei Sturmhöhe hingegen war es mehr der Inhalt, der mich gefesselt hat. Die Geschichte um Heathcliff und Cathy wird geprägt von Hass und Vorurteilen. Die Seiten triefen nur so davon und zeigt eigentlich, was aus einem verbittertem Menschen werden kann.

Nummer 3 und Nummer 5 könnten inhaltlich nicht unterschiedlicher sein, aber die Figuren wirkten in beinden Büchern sehr real auf mich. Sie haben Ecken und Kanten, suchen ihren Platz in der Gesellschaft und stoßen auf Hindernisse. Bei Nummer 3 geht es um Lara, die nach einem Unfall zwei Jahre ihres Lebens vergessen hat, und um Thomas, der im Koma liegt. Im Krankenhaus „treffen“ sie aufeinander und finden sich in der jeweils anders Person, auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Nummer 5 hingegen erzählt die Geschichte einer Freundschaft, in der es um Liebe geht. Direkter geht es um Cons, der in seinen besten Freund Leo verliebt ist. Der Leser begleitet Cons von seiner Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Mit ihrer poetischen Sprache erzählt die Autorin, das Leben eines schwulen jungen Mannes. Beide Bücher haben mein Herz regelrecht zerrissen.

Nummer 4 ist etwas ganz besonderes für mich, weil ich hierfür Testleserin sein durfte. Nachdem ich mich bei Loving, Rose Red über Instagram als Testleserin beworben hatte, wurde ich für Varia von Anika gefragt! Ich saß regelrecht voller Glück an dem Abend da- auch wenn Deutschland an dem Abend gegen Mexiko verloren hat. Es ist mal wieder ein geniales Fantasybuch von ihr, wo sie die Geschichte von Tristan und Isolde aufgegriffen hat. Die Adaption fand ich sehr spannend, weil ich Mittelhochdeutsch mit dieser Geschichte gelernt habe. Naja und wie ihr merkt: Es hat mich begeistert!

Nummer 6 ist ein Buch, welches sich locker-leicht lesen lässt. Die Protagonistin ist, wie der Titel sagt, ein Fangirl schlecht hin. Dabei ist sie eine Einzellerin, die in ihrer eigenen kleinen Welt lebt. Das geht so lange gut, bis sie studieren will und von Zuhause auszieht. Ihre Schwester will nicht mit ihr zusammenwohnen und das Unileben hat sie sich auch anders vorgestellt. Das Leben ist nicht einfach und manchmal muss man aus seiner Komfortzone ausbrechen, um sich selber verwirklichen zu können. Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht, vor allem als ich ausgezogen bin und auf mich allein gestellt war. Wahrscheinlich mag ich das Buch deshalb so gerne.

Ich hab eben überlegt, ob Nummer 7 und 9 als Sachbuch bezeichnet werden können. Wahrscheinlich eher als Erfahrungsbericht. Während Franziska Seyboldt von ihrem Leben mit Angsstörung erzählt, erzählt Daniel Böcking sein Leben als Christ. Es geht um Ängste und Probleme. Aber: Beide haben einen Weg gefunden ihr Leben zu leben und glücklich zu sein. Zwei Menschen, die mich tief beeindruckt und mir Mut gegeben haben, denn sie zeigen, dass man nicht alleine ist mit seinen Problemen. (Wenn ihr das hier lest: Danke! Danke, dass ihr euer Leben mit uns teilt.)

Last, but not least. Der Weihnachtosaurus. Weihnachtszeit ist für mich eine Zeit, wo ich an meine Kindheit denke. Dieses Jahr habe das erste Mal in meinem neuen Job das Weihnachtsgeschäft mitbekommen und ich hatte manchmal echt Frust. Das Gute, wenn man in einer Buchhandlung arbeitet, ist, dass man direkt an der Quelle sitzt. So hat mich an einem Tag der Weihnachtosaurus angelacht und schwupps. Gekauft. Was soll ich sagen? Es ist mit das süßeste Buch, was ich je gelesen habe. Es geht um einen kleinen Jungen, der sich eigentlich was ganz anderes wünscht, sich aber vom Weihnachtsmann einen Dinosaurier wünscht. Die Umstände ergeben, dass er einen bekommt und schon beginnt das Abenteuer. Dieses Buch ist einfach zuckerstangenmäßig süß und ich glaube, es ist egal wie alt man ist – dieses Buch kann jeden bezaubern!

Das waren sie. Meine Top Bücher 2018. Ich bin gespannt was 2019 an Büchern für mich hat und was für Erfahrungen ich in dem Zuammenhang machen werde.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch!♥

Bis dahin, Annika.