{Rezension} Verstand und Gefühl

Mai 6, 2018 0 Von Annaika

Titel: Verstand und Gefühl (Jane Austen)
Format: Taschenbuch
Verlag: Suhrkamp/Insel
Erscheinung: 2017
Preis: 10€
Quelle: www.suhrkamp.de

Inhalt:
Mariannes Anlagen glichen denen Elinors in vieler Hinsicht. Sie war empfindsam und klug; aber in allem überschwänglich. In ihrem Schmerz und in ihrer Freude konnte sie sich nicht mäßigen.
Verstand und Gefühl erzählt die Geschichte der ungleichen Schwestern Elinor und Marianne: Die eine ist zurückhaltend, selbstbeherrscht und lässt sich nicht leicht von Gefühlen den Kopf verdrehen, während die andere impulsiv und voller Leidenschaft der unbedingten Liebe nachjagt. Beide treffen auf Männer, die ihre Welt aus den Fugen heben – und beide müssen schmerzhaft erfahren, dass das Glück nicht nur eine Frage des eigenen Gefühls ist. Doch gemeinsam stellen sie sich den Untiefen der Liebe und finden Stärke in der jeweils anderen. Um schließlich das Glück da zu finden, wo sie es nicht vermutet hätten …

Meine Meinung:
Unterschiedlicher könnten die beiden Dashwood Schwester nicht sein: Elinor handelt nach ihrem Verstand und Marianne ist sehr Gefühlsvoll. Das was die eine Schwester nach außen nicht zeigt, zeigt die andere umso mehr. Die Geschichte um diese beiden Schwester ist nicht neues von Jane Austen: Eine oder wie in dem Fall zwei junge Frauen stehen im Vordergrund. Wie immer im Konflikt mit dem anderen Geschlecht. Daneben muss die Gesellschaft und der Freundeskreis bespaßt werden – also der typische Austen Roman. Das Schöne sind wie immer die Charaktere: Einmal die Unterschiedlichkeit der Schwester und die – wie ich finde – unglaublich nervigen Nebencharaktere, durch welche die Geschichte aber sehr viel humor annimmt.

Fazit:
Auf dem ersten Blick klingt die Geschichte ausgelutscht, aber Jane Austen hat auch mit diesem Buch wieder ihr können gezeigt: Ihr Stil ist fesselt mich jedes Mal; ihre Charaktere sind authentisch (soweit ich das in diesem Jahrhundert nocht sagen kann) und sie schafft es, dass die Charaktere sich gegenseitig beleidigen und das klingt hochintellektuell (kein „boah, bist du sch***e“). Vor allem die Entwicklung der Schwester ist eins der schönsten Faktoren dieses Buches. Jeder entwickelt sich weiter. Das wurde mir als Leser bewusst: Rational zu denken kann auch gut mit den eigenen Gefühlen verbunden werden.

✰✰✰✰ von fünf Sternen.