{Rezension} Damnum … und irgendwie auch Lucrum

Mai 10, 2018 0 Von Annaika

 

Die etwas andere Rezension.

Titel: Lucrum; Damnum (Anika Ackermann)
Format: Paperback
Verlag: BoD – Books on Demand
Erscheinung: 2015; 2016
Preis: 13,95€
Quelle: www.anikaackermann.com

Inhalt:
Was bleibt, wenn sich alles verändert? Wenn Du Dich veränderst?
London, 2050: Die Feuer des Dritten Weltkriegs sind noch nicht erloschen, als sich der Kampf um die Vorherrschaft der Stadt zwischen Schattenbrüdern und Lichtrittern zuspitzt. Die siebzehnjährige Emma kämpft gemeinsam mit den Schattenbrüdern gegen die Loge des Lichts, bis ihr bester Freund Liam plötzlich verschwindet und sie die Bruderschaft dahinter vermutet. Gemeinsam mit dem vorlauten Formwandler Timotheus und dem schönen, aber streitlustigen Lichtritter Noah versucht sie, die Wahrheit herauszufinden – und gerät in einen jahrhundertealten Konflikt. (Klappentext, Lucrum)

Meine Meinung:
„Noch immer fühlte sich der Gedanke an all das an wie eine Klinge, die eine alte Wunde aufriss und sich immer und immer wieder darin drehte, bis der unmenschliche Schmerz zu einemTaubheitsgefühl wurde.“(Damnum, S.364) Ich finde dieses Zitat sehr passend für dieses Buch: Gestern beendet und immer noch gedanklich im London 2050. Nach Lucrum, Band 1: „Boah, dass ist ja cool.“ Mit diesem Gedanken bin ich an Band zwei gegangen und wurde nicht enttäuscht…
Aber erst einmal von vorne: Lucrum habe ich letzten November gelesen und mich sofort in Emma und Noah verliebt. Die Geschichte von den Schattenbruder (bzw. Schatteschwester) und den Lichtritter klingt zwar auf den ersten Blick nicht unbedingt neu, aber das macht nichts. Die kratzbürstige Emma und der sanfte Noah haben mich einfach verzaubert. Die Tatsache, dass es sich dabei um Anika Ackermanns Debütroman handelt merkt man dabei kaum. Es wirkt eher wie ein Buch von einer Autorin, die schon zig Bücher geschrieben hat! – Ich war also vollkommen verzaubert.
Anfang April war es so dann soweit und ich habe endlich zu Band 2 greifen können. Die ersten 100 Seiten waren auch schnell gelesen und mein Herz hat das erste Mal geblutet: Es kam zu einer Wendung, die ich nicht hab kommen sehen. Deshalb hatte ich mich drei Wochen nicht getraut weiter zu lesen, aber dann habe ich wieder zum Buch gegriffen Das „Problem“ dabei war, dass es so weiter ging. Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber ich habe mir Damnum irgendwie anders vorgestellt. Vom Klappentext her habe ich was anderes erwartet, aber das was ich als Leser bekommen habe, war genauso gut gedacht wie passend. Als ich gemerkte, dass es auf das Ende zu geht, wollte ich es am liebsten weglegen. Ich wollte (und will) mehr! Mehr von den Charakteren, mehr von London – einfach mehr Bücher in diesem Universum.  

Fazit:
Eigentlich sollte es eine Rezension zu Damnum werden, aber ich konnte die beiden Bücher einfach nicht trennen. Ich lege sie jedem ans Herz, der gute Fantasy zu schätzen weiß; der düstere Welten liebt; der ein Happy End trotz Schmerzen ertragen kann. Mein Herz weint, nach Damnum, also solltet ihr vielleicht auch einen Schwung Emotionen ertragen können, denn das kann das Buch auslösen.

Deshalb bewerte ich auch beide Bücher zusammen und gebe der Sonne-Mond-Saga volle ✰✰✰✰✰ Sterne!