Aus dem Leben einer (werdenden) Buchhändlerin: Wie alles Begann

September 23, 2018 4 Von Annaika

Hallo, ihr Lieben.

Seit dem 01.07.2018 bin ich offiziell eine Azubine in einer Buchhandlung! Nach meiner ersten Arbeitswoche hatte ich einen kleinen Post auf Insta hochgelassen und den Kommentar bekommen „musst du unbedingt mehr von berichten!“  – an dieser Stelle liebe Grüße an Jen! – Tja, warum nicht? Ich weiß nicht, wie regelmäßig (hahaha, ich und regelmäßig etwas auf dem Blog posten, wie witzig ich wieder bin) etwas zu dem Thema kommen wird. Aber wenn alles läuft wie ich denke, dürft ihr mit einem Blogbeitrag pro Monat rechnen. Je nachdem wie viel los ist und ich zu berichten haben.

Den Anfang macht aber mein Weg in die Buchhandlung *trommelwirbel; räusper*

Diejenigen die meinen Blog durch Instagram kennen und mir dort schon länger folgen, wissen, dass ich bis vor kurzem noch studiert habe: Germansitik und Religionswissenschaft auf Bachelor. Die Entscheidung zu studieren kam eigentlich recht spontan. Als ich in meinem letzen Abijahr war, stand ich vor der Frage, was willst du hinterher machen? Am besten irgendwas mit Literatur. So kam ich zum ersten Mal auf die Idee eine Buchhändlerausbildung zu machen. Die örtliche Buchhandlung hatte auch einen Platz ausgeschrieben, sich aber für jemand anderes entschieden. Auch mein Versuch ein FSJ Kultur bei dem örtlichen Radiosender zu bekommen war nicht erfolgreich. Denn derjenige, mit dem ich das Gespräch hatte, ging in Vaterschaftsurlaub und seine Kollegen hatten keine Ahnung, dass er das Gespräch mit mir geführt hat und so wurde der Platz anderweitig vergeben. Wenn ich aber ehrlich bin, fand ich das alles nicht so schlimm, da ich eh Literatur studieren wollte. Die Problematik war aber, dass meine Eltern wollten, dass ich zu erst eine Ausbildung mache. Nach einigen hin und her, stand es aber fest: Ich werde Literatur studieren dürfen.

Daraus wurde dann Germanistik und Religionswissenschaft. Schnell verliebte ich mich in meine Studienstadt Rostock und auch in mein Studium. Es war toll sich mit Dingen zu beschäftigen, die man wirklich mag (endlich kein Mathe mehr!) und auf Menschen zu treffen, die ähnlich Ticken wie man selber. Ich habe mein neues Zuhause gefunden. Aber nach knapp zwei Jahren war ich wieder vor der Frage: Wohin mit mir? Meinen Master in der Germanistik wollte ich erstmal nicht machen, denn sosehr ich es auch liebte zu studieren, ich wollte endlich arbeiten. Die Problematik jetzt war, dass ich noch nicht bereit war aus Rostock wegzugehen (und ich weiß auch nicht, ob ich es so schnell sein werde). Seit Ende September 2015 wohne ich hier und soll nach keinen drei Jahren weg? Nein. Ganz einfach nein. Ich liebe es hier, liebe den Hafen, die Ostsee, den Charm der Stadt, meine Leute und meinen Freund. Da es nicht ganz einfach ist, mit einem Bachelor in der Germanistik eine Anstellung in Rostock und Umgebung zu finden, entschied ich mich, noch eine Ausbildung zu beginnen. Was spricht dagegen? Ich lerne was neues, bekomme Berufserfahrung und kann es vielleicht sogar mit meinem Studium verknüpfen. Außerdem bin ich ehrlich gesagt, auch etwas unsicher, wohin mit mir. Ich liebe Bücher und literarisches Wissen, aber genauso liebe ich die Vielfältigkeit der Religionswissenschaft. So war meine erste Anlaufstelle war eine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print, wo ich bei einer Firma auch hätte anfangen können, was ich, wie man sich gerade denken kann, leider ablehnen musste aus verschiedenen Gründen. Durch Zufall entdeckte ich die Ausschreibung zu einer Ausbildung als Buchhändler*in und stürzte mich in die Bewerbung.

Ich glaube im Endeffekt waren es keine drei Wochen und ich hatte den Platz! Nach dem Bewerbungssgespräch hatte ich in der Woche darauf oder waren es zwei Wochen danach – ich weiß es nicht mehr – ein Probearbeiten und vier Stundne später bekam ich die Zusage. Die Freude war groß, auch bei meinem Freund, meinen Eltern und bei Freunden. „Sie ist da, wo sie perfekt aufgehoben ist: Bei Büchern.“

So fing am 01.07.2018 meine Buchhändlerausbildung an. Inzwischen sind fast drei Monate vergangen und bisher finde ich, dass es erstmal der richtige Schritt für mich war. Ich habe tolle Kollegen, die mich auch wie ein normalen Menschen behandeln und nicht wie „den Azubi“, an den allen abgeladen wird und der Kaffee kocht…. Aber zu meinen Tätigkeiten folgt demnächst ein weiter Beitrag. 😛

Habt noch einen entspannten Sonntag und einen angenehme Woche,

Annika.