Mein Brief an Rufus [Blogtour-Varia]

August 11, 2018 2 Von Annaika

Hallö’chen, an euch alle da draußen! Heute kommt mein Beitrag zur Varia Blogtour. Für diese habe ich einen Brief an Rufus geschrieben. Aber vorhab möchte ich euch die Figur kurz vorstellen: Austin Rufus gehört die Firma „Rufus und Co.“, in welcher Dristan als Kopfgeldjäger arbeitet. Als staatlich beauftragte Kopfgeldjäger jagen die beiden zusammen Magique. Rufus hat ihm nicht nur einen Job angeboten, sondern auch ein Zuhause gegeben. Denn sie bewohnen zusammen ein Haus in der Magnolia Crescent in Vulgaris, einem Menschenviertel von Varia. Das sollte euch genug Hintergrundinformationen geben – jetzt folgt mein Brief. Ich wünsche euch viel Spaß und an Rufus: Ich warte auf eine Antwort!


Sehr geehrter Mr. Rufus,

Sie werden sich sicher fragen, warum ich – ein einfaches Mädchen – Ihnen diesen Brief schreibe und ich möchte Ihnen diese Frage gerne beantworten. Zuvor jedoch: Da Sie im Volksmund einfach als Rufus gelten, werde ich mir das Herr einfach verkneifen und bei Rufus bleiben.

Zu meinem Anliegen: Wir leben in einer Zeit voller Unruhe. Viele fürchten sich. Sie fürchten sich vor dem Unbekannten. Das ist für uns Menschen und auch für die Magique nichts ungewöhnliches. Zu allen Zeiten wurde sich vor dem Unbekannten gefürchtet. Man konnte sich Dinge nicht erklären, verstand sie nicht und hat versucht herauszufinden woran es liegt. Das verlief nicht immer rational. Das verläuft auch heute nicht rational. Worauf ich hinaus will? Auf Ihren Beruf. Sie sind Kopfgeldjäger. Dabei haben Sie sich auf die Jagd gegen die Magique entschieden. Und meine Frage dabei ist: Wieso?

Was unterscheidet uns Menschen schon groß von den Magique? Natürlich sind wir anders, aber Sie sind doch auch anders als ich und ich unterscheide mich von meinem Nachbarn. Verstehen Sie worauf ich hinaus will? Wenn immer nur davon geredet wird, wodrin die Unterschiede liegen wird die Angst nur geschürt. Es sollte mehr um die Gemeinsamkeiten gehen und sei es nur dieselbe Lieblingsfarbe. Sollte es nicht egal sein, woher jemand kommt? Was er für Fähigkeiten hat oder auch nicht?

Ich möchte Ihnen jetzt nicht unterstellen, dass Sie wahllos Magique jagen. Das glaube ich nicht – möchte ich nicht glauben. Also wonach richten Sie sich? Nehmen Sie nur Aufträge an, wo Sie Gefahr für die Bevölkerung sehen? Verbrecher und Gauner? Oder ist es egal? Worum geht es Ihnen denn dabei? Um Gerechtigkeit oder um Vergeltung?  Nehmen wir mal einen theoretischen Fall: Ein Kunde kommt zu Ihnen und bitten Sie um Hilfe. Es geht um einen gefährlichen Magique, der aus dem Weg geräumt werden soll. Bei der Zielperson handelt es sich um einen Drahtzieher im Untergrund, also ein hohes Tier. Der Kunde bietet Ihnen viel Geld an, aber die Lage bzw. der Fall bietet viele Risiken. Wie würden Sie sich entscheiden? Für den Auftrag, damit die Magique gestoppt werden? Auch wenn Sie damit Ihr Leben und das Ihres Partners riskieren? Aber würde nicht genau so ein vorgehen den Hass weiterschüren?

Rufus, Sie scheinen Ihr Herz am rechten Fleck zu haben. Immerhin haben Sie ein einsames Kind aufgenommen und ihm somit ein Zuhause gegeben. Das scheint mir nicht nur aus Nächstenliebe geschehen zu sein, immerhin verändert sich das Leben, wenn man nicht mehr auf sich selber gestellt ist. Außerdem scheinen Sie auch in die Heilerin der Magique nicht viel negatives zu sehen. Wollen Sie nicht auch, dass zukünftige Generationen in Frieden leben? Sollte somit nicht Kommunikation als Konfliktlösung reichen? Es  geht um Akzeptanz und Respekt vorm Leben anderer. Das ist es was wir uns allen klar machen sollten. Dann würde es weniger Leid geben.

Ich weiß, dass ich viele Fragen gestellt habe, aber ich hoffe, dass ich so mein Anliegen darstellen konnte. Ich halte Sie nicht für ein schlechten Menschen, Rufus. Mir geht es vielmehr darum, dass „wieso“ zu verstehen.

Herzlichst,

Annika.